Aus: Plastic Bomb, August 2006

 

SANITYS DAWN - Tour Tagebuch, by Topsy


Unholy Grave, Yacöpsae, Sanitys Dawn & Magrudergrind


Band:    U.G.   Yac.      S.D.     Magr.
Voice:   Tak    Stoffel   Topsy    Avi
Guitar:  Tee    Stoffel   Michael  Mo
Bass:    Yasu   Frank     Prändy   -
Drums:   Kaz    Emu       Holm     Chris



1. Day: 24.5.06
Anreise
Um 9:00 Uhr war Treffen am Flughafen Hannover. Alle waren noch lustig drauf, es wurde rumgealbert und sich von den mitgekommenen Eltern, bzw. Freundinnen verabschiedet.
Der Flug Hannover-Paris in einer kleinen City Hopper Maschine war ein bisschen rumpelig und gleich die erste Feuertaufe für unseren Youngster Michael, der laut Eigenaussage unter Flugangst leidet. Aber Mamas Beruhigungstabletten wirkten und nach 1,5h waren wir in Paris.
Erstmal haben wir uns im Flughafen voll verlaufen (was sonst?) aber unseren Anschlussflug nach NY trotzdem noch pünktlich erreicht.
Der Flug war mit ca 8h ruhig und langweilig. Die Videospiele im Sitzkino hatten es mir zwar angetan, aber der Rest der Band konnte damit nix anfangen und gämmelte dosenbiertrinkenderweise nur so rum (du Depp wolltest ja nicht mitsaufen sondern lieber wie son Besessener auf solchen komischen Knöppen rumdrücken!!! Anm. Holm).
In NY schließlich mussten wir zur Greyhound Busstation, da ein Gig im Big Apple ausgefallen war und wir gleich weiter zu Magrudergrind nach Washington DC mussten.
Wir waren etwas unter Zeitdruck, wodurch wir dann auch gleich auf nen Touristenfänger reingefallen sind! Ne Taxifahrt vom Flughafen zum Bus 30min 180$!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber Bus noch erreicht…. Na toll!
Nach noch mal 4h50min im engen Bus (denkt einfach an Rainbowtours) (denkt Plopsy eigentlich, dass jeder hier Rainbowtours kennt????? Ich jedenfalls kannte sie nicht Anm. Holm), dann endlich mitten in der Nacht in DC.
Avi angerufen wegen abholen, „Ja es kommt gleich einer“. Ich kannte Magrudergrind schon vom Bloodshed Grindfest in Holland, also lagen alle Augen auf mir (aber auch nur ausnahmsweise, Plopsy!!! Anm. Holm): „Der Jung kennt die ja“.
Dann (nach ca. 1mio mal angebettelt werden und Taxi angeboten bekommen) (wenn du dich auch als neureicher Touri verkleiden musst... Anm. Holm) betrat ein Typ mit Godstomper-T-Shirt die Station. Offensichtlich suchte er irgendwen, rannte aber immer wieder an uns vorbei. Ich kannte ihn auch nich, aber wir wunderten uns schon.
Als er nach 15 min schon fast wieder gehen wollte sprach Prändy ihn an und HURRA, ja er suchte uns. Eric heißt der Mann, und er stellte sich als Allroundtalent in Sachen Hilfeleistung, Schlafplätze besorgen, Instrumente käufen, sich um hoffnungslos besoffene Freundinnen kümmern, usw. raus.
Wir waren alle in „zivil“ gekleidet um die Aufmerksamkeit des Zolls von uns abzulenken und er dachte wegen meines Green Bay Packers Basecaps (das ist n Hut für Jugendliche ihr Hirnis!!! Das Problem ist, dass Plopsy gern „denglisch“ faselt Anm. Holm), dass wir nur Ami- Touries seien. Naja, nur halb falsch. Rein ins Auto, ab zu Avi’s Haus! Ein alter Puff mit tausend kleinen Zimmern und einem eigenen Geldautomaten (der tot im Garten lag). Jedes Zimmer wurde jetzt von nem Punk, ner Cruste oder Ähnlichem zerwohnt und die Bude sah schon sehr nach besetztem Haus (Haus? Müllhaufen! Anm. Micha) aus. Die Jungs die da hausten (Avi, Shawn von Desease Called Man, Eric: Torture Garden Picture Company, Mike und einen Falaffelbrater. Sorry, Name vergessen) waren ausnahmslos sehr nett zu uns (was mich äusserst stark verwunderte... Anm. Holm) und wir haben sie über die Tage echt lieb gewonnen (Plopsys weibische Ausdrucksweise ist schon wirklich herzzerreissend. ICH HAB NIEMANDEN LIEB GEWONNEN!!!!! HARHARHAR. Anm. Holm).
Aber der Haken folgte auf dem Fuße: Pennplätze? „Haut euch hin wo Platz is!“
Michael mit seinen schon fast 20 Jahren und mir bestens gepolstertem Trunkenbold macht das zwar wenig aus, aber Prändy mit seinen 2,91 m passt auf kein Sofa und Holm hatte kurz vor der Tour arge Rückenprobleme. Wir hatten also schon die ganze Zeit Angst, dass es „knirsch“ machen könnte und die Tour dadurch zwangsweise beendet wäre. Also mussten gute Pennplätze mit mindestens einem Bett für den zeitweise Bewegungsunfähigen her! Bei Avi haben wir uns noch so beholfen, aber on Tour ging das Drama los…Dazu aber später!



2. Day: 25.5.06
Day off!
Liquor shop (das ist die einzige Institution in Amiland, in der man ganz ordinäres Budweiser erwerben kann Anm. Holm) leergekauft, Party, saufen, geiles Wetter, noch mehr Bier gekauft!
Nette Leute die Amis(zu 98% absolute Vollpfosten!!! Anm. Holm)! Aber die Mall war schon etwas übertrieben groß (groß??? Da hätten Flugzeuge starten und landen können! Anm. Holm).


3. Day: 26.5.06
Washington DC – Warehouse next Door w/ Deseaver, Deseased called Man, Mag., SD, UG
Erstmal ein gepflegtes Bier zum Frühstück. Das Ami-Bier hat zwar auch zwischen 4,9-5,9 Umdrehungen, schmeckt aber wie Wasser und machte auch nich richtig voll (du Depp, dann musst du auch mal so RICHTIG saufen!!! Anm. Holm). Nachmittags sind U.G. angekommen. Dann ging’s los zum Laden. Wir sitzen in dem gemieteten 7 Sitze Transporter, fahren gerade los, da dreht Avi sich um, runzelt die Stirn und fragt die Japaner: „Hey, where is your fourth guy?“ Tee -seines Zeichens Gitarrist von U.G.- fängt ebenso an die Stirn zu runzeln, reißt die Augen auf als er versteht, springt wie von ner Tarantel gebissen aus dem Van, rennt ins Haus und kommt wenig später mit einem völlig relaxten Tak aus dem Haus, der sich grade noch die Haare abtrocknete. Ich hab mich auf dem Boden gekringelt (ach wie niedlich Anm. Holm) vor Lachen. Der Laden schließlich war richtig nett! Die Bühne viel zu klein, aber der Laden war auch nich viel größer…Sauber, gute Aufteilung! Ich konnte vom Merchstand (das ist der Stand, von dem aus man seine T-Shirts, Platten und andern Sperrmüll verkäuft. Plopsys denglisch halt... Anm. Holm) die Bühne sehr gut sehen, was ich immer sehr genieße. Arbeit (Arbeit????? Du weißt doch gar nicht wie man das schreibt, du Dauerpausenmacher!!! Anm. Holm) und Vergnügen zusammen. Leider saufen die Amis anscheinend nich so viel. Es gab nur 2 Biermarken pro Nase, was ich für ne Frechheit halte (bei meiner Nase halte ich das erst recht für ne Frechheit!!!! Anm. Holm). Danach mussten wir bezahlen, aber der Barkeeper (er meint den Wirt, bzw. Gaststubenbetreiber Anm. Holm) hat mir später noch einen ausgegeben, naja. Erste Band: 20min aufbauen, 8min spielen, 20min abbauen: Was soll so was??? Die Bassistin singt bei einem Stück, das klingt schon geil, aber wenn in den Pausen einem ein Feedback das Trommelfell zerreisst (nich einmal, IMMER!) hört der Spaß auch auf. Ein paar Tage später hab ich Clint (Git/Gesang) noch kennen gelernt. Sehr netter Kerl, aber es tut mir leid, das war Müll (das ist Geschmackssache! Bis auf das Dauer-Feedback fand ich’s ganz originell. Anm. Holm). Desease Called Man: Shawns Band. Einer meiner Liebsten (iiiiiiihhhhhh!!!! Plopsy liebt Männer??? Du Sittenstrolch, du!!! Anm. Holm) aus Avis WG. Shawn is auch ein cooler Frontmann: klare Ansagen, geht voll ab und die Mucke reißt auch mit. Chris’ Freundin spielt Bass und das alles Andere als schlecht. Daumen hoch! Magrudergrind: Avi reisst alles in Stücke! Selten einen so geilen HC-Frontmann gesehen. Der springt wie ein Gummiball, obwohl der Sänger nur 0,5 qm Platz auf der Bühne hat (ich gebe zu bedenken, dass er körpermassentechnisch auch nur ein Drittel von dir ist Anm. Holm). Mo und Chris spielen klar geradeaus und die Geschwindigkeit is beachtlich. Sanitys Dawn: Es hat riesigen Spaß gemacht! Der Laden war so voll, dass ich nicht von der Bühne runter konnte und mich mit dem halben Quadratmeter begnügen musste. Das Dystopia Cover „Backstabber“ brennt, alle brüllen den Text mit. Das war für uns schon mal ein guter Auftakt. Hammergig!!! Unholy Grave: Für mich das erste mal Live. Und natürlich eine Bank (was hat der immer mit seiner Bank???? Klärt mich hier mal jemand auf??? Oder ist das ronnenbergisch?????? Plopsy kommt nämlich aus nem Kaff namens Ronnenberg… Anm. Holm). Die 4 wahnsinnigen Japaner machen keine Gefangenen (scheint auch ronnenbergisch zu sein Anm. Holm). Ohne große Pausen rotzen sie die Tracks nacheinander raus und blasten alles weg. Tak sieht man den Spaß an und er ist ja auch ein sehr routinierter Frontmann, der die Leute mitreißen kann. Die Offenbahrung des Grabes: Ein mehr als würdiger Headliner, wir sind stolz dabei sein zu dürfen! Nach dem Gig haben wir noch den ehemaligen Gitarristen von den unvergessenen Enemy Soil kennen gelernt, der unseren Gig augenscheinlich mächtig abfeierte. Das ist in der Tat eine Ehre für uns. Nachdem wir sämtliche Alkoholreserven geleert hatten, sind wir zurück in Avis Haus gefahren, mit unzähligen uns bis dahin unbekannten Saufköpfen im Schlepptau. Dann haben wir erst mal gebührend den gelungenen Tourauftakt gefeiert. Als die Biervorräte abermals aufgebraucht waren, ging es zum Pennen zu Nathaly, der Freundin von Eric (Torture Garden Pic Comp). Eric machte so was wie den Tourmanager, er kümmerte sich um ALLES! Er hatte für alle Bands Buttons und Aufkleber gemacht und ist die ganze Zeit gefahren (Straight Edge hat auch so seine Nachteile). So musste Eric 8 Leute in seinen PKW quetschen. Ich fette Sau lag natürlich ganz oben, hähä. Hätte Prändy auch nur einmal gefurzt, wären wir alle tot gewesen (hehe Anm. Prändy)….Eric hat es schon nicht leicht… (wir auch nicht, Plopsy, wir auch nicht...Anm. Holm, Micha und Prändy)


4.Day 27.5.06
Maryland Deathfest – Baltimore
Die Anreise war mal wieder vom Feinsten: 9 Leute in einem 7 Sitze Bus. Die Fahrt dauerte leider nur ne halbe Stunde, hätte lustig werden können auf Dauer. Beim Ankommen gabs erstmal seltsame Blicke von dem riesigen schwarzen Bodybuilder Securitymann. Ich glaub der hat so viele Metaller, Punks, HC- Kids und andersartig Wahnsinnige noch nie auf einen Haufen gesehen, hahaha.
Schnell von Evan (oder war es doch Brian?) (nein, es war Ryan Anm. Holm) die Backstage Pässe abgeholt und dann rein zum Gucken (zum Gucken???? Zum Saufen!!!! Anm. Holm). Der Laden is cool aufgeteilt und es war auch schon ganz schön was los. Seltsam, im Chillout Room (was n dat scho wieder???? Er meint wahrscheinlich den Raum, wo die Theke drin war... ich glaub unser Plopsy wird noch n richtig hipper Typ, der so nach nem coolen Dance-Event mal so richtig abgefahren abchillen geht... Anm. Holm; und sich einen reinkifft und Pillen mit Smileys schmeißt Anm. Micha) läuft auf voller Lautstärke überflüssigster Black Metal! Wer kann sich da ausruhen? Der Brüller war allerdings der Bootleg-Shirt-Mann, der für seine schlecht nachgemachten Shirts 20$ haben wollte (das sind Importshirts aus Europa!). Ich wusste nich ob ich lachen oder weinen sollte bei soviel Dreistigkeit (für mich war der Brüller, dass ein weiterer Merch-Mann neben Metalaufnähern auch Aufnäher von Skrewdriver verkaufte Anm. Holm). Unser Gig um 16:45 war ganz ordentlich. Prändy hatte mal wieder Probleme mit dem Bass oder dem Verstärker, aber nach kurzer Unterbrechung war alles wieder in Ordnung und wir konnten weiterzocken. Die Halle war gut gefüllt und auch wenn eigentlich nicht wirklich viele abgegangen sind, schien es den Leuten doch gefallen zu haben. Es hat auf jeden Fall keiner fluchtartig die Halle verlassen, das ist doch auch mal was! Dann hab ich mich total besoffen vor Freude und hinterm Merchstand rumgegämmelt. Mit anderen Bands gucken war also nich mehr viel. Wir haben erstaunlicherweise ganz schön viele Deutsche getroffen! Erwähnenswert wäre da noch unser Merchandisegeschäft, was nicht hätte besser laufen können. Wir kamen unseren Rückflugtickets also nach und nach näher... Die Anderen haben in der Zeit das vom Veranstalter gestellte Nobel-Hotel klargemacht und gegen 3 Uhr Nachts waren wir dann knacken. Ach ja: Die Kanadier Mesrine haben es tatsächlich geschafft sich von den Ami-Grenzern zurückschicken zu lassen. Ich hatte mich so gefreut die mal kennen zu lernen (oooooohhhhhh... nicht traurig sein Plopsy... Anm. Holm) und nu das! Waren wir wohl doch nicht zu vorsichtig ohne Instrumente und in Zivil einzureisen…


5.Day 28.5.06
Maryland Deathfest – Baltimore
Leider hab ich Magrudergrind verpasst, die als zweite Band spielen mussten. Laut Avi wars wohl ok, aber ich kann mir vorstellen, dass kaum einer drinnen war. Arme Säue, das haben unsere Gastgeber echt nicht verdient (mir kommen gleich die Tränen Anm. Holm). Die Jungs von Yacöpsae sind auch endlich eingetrudelt, so war das Wiedersehen nach fast 3 Jahren echt lustig. Holm und ich hatten Stoffel und Emu mit Frau bei Mc Donalds getroffen, wo auch sonst in USA!!! Wir hatten uns seit unserer gemeinsamen Tour mit Sylvester Staline nicht mehr gesehen und da gab es natürlich erstmal gut was zu erzählen. Holm und ich haben dann ne Münzwäscherei gesucht, was mit Hilfe der Eingeborenen gar nich so schwer war. Im Laufe des Tages haben wir uns trotzdem 100x in Baltimore verlaufen. Aber das Wetter war mit 38°C wirklich spitze und im Touri-Hafen hab ich mir einen gepflegten Sonnenbrand abgeholt (das kommt davon, wenn man normalerweise den lieben langen Tag entweder vor der Playstation oder pennend im Bett verbringt Anm. Holm). Yacöpsae haben dann die Halle gerockt und erwartungsgemäß nichts verlernt. Das neue Material ist mit mehr Grooveparts versehen und lockert die Highspeed Attacken gekonnt auf. Es is immer wieder eine Freude zuzusehen, wie die Jungs auf den Punkt genau spielen und Stoffel sich in den Pausen von jeder reingebrüllten Aussage völlig irritieren lässt, haha!! Dann haben wir natürlich alle gut zusammen gefeiert (es gab wieder nur 2 Marken pro Nase). Mich haben noch Sayyadina total umgehauen, von null auf Fan!!! Ich wusste nur von nem Kumpel, dass das ein schwedisches Starprojekt is und da ich so was nich mag (Sideprojekte), (eben hat er noch irgendwas von einem Starprojekt gequasselt Anm. Holm) dachte ich mir nix dabei (das ist nichts Neues Anm. Holm). Aber das war ja der Hammer! Disfear waren natürlich auch nur eine Bank (da ist sie wieder, diese seltsame Bank, von der er dauernd schwafelt!!!! Anm. Holm), aber die lieb ich ja eh abgöttisch (das ist jetzt der endgültige Beweis für seine Vorliebe für Männer...Anm. Holm). UnholyGrave haben die Halle zum Kochen gebracht, war echt ne Freude die Wahnsinnigen mal auf ner großen Bühne zu sehen. Wie immer keine Ansagen, keine Pausen, einfach 45 min komprimierte Energie. Da können sich andere Bands echt was von abgucken (mir inklusive) (sowieso Anm. Holm). Als einzigste Band (soweit ich das mitbekommen habe) mussten die sogar ne Zugabe spielen, auf Festivals mit sooo nem engen Zeitplan ganz schön selten! Aber wirklich JEDER ist nach dem Gig mit einem Grinsen aus der Halle gegangen, sowas hab ich noch nie gesehen!!! (die warn ja auch alle bekifft oder besoffen oder beides du hirnloser Zellhaufen!!!!!!Anm. Holm). Die meisten Bands hatten das ganze Festival über einen scheiss Sound (das kann ich nicht bejahen. Typischer Metalsound in großer Halle. Du Holzkopf hättest dich vielleicht mal VOR die PA stellen sollen, nicht dahinter!!! Anm. Holm), was sich erst am 2.Tag in der 2. Hälfte besserte. Der Bass war an Tag 1 fast gar nicht existent (Honk??? Sehr wahrscheinlich war dein Gehör nebst Gehirn nicht existent. Anm. Holm; wann war das denn auch schon mal der Fall hehe!?! Anm. Micha). Eigentlich wollte ich ja unbedingt Dismember sehen, die Heroen meiner Jugend (die liebt er sehr wahrscheinlich auch abgöttisch Anm. Holm), aber ich hab keine Ahnung was da los war. Wahrscheinlich war ich voll wie ne Haubitze, der Rest des Abends fehlt einfach, schade! Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten die Drummer von Disfear und Sayyadina vollzulabern. Sehr nette Jungs, ich hoffe ich bin denen nicht zu sehr auf den Sack gegangen. (aber mit 100%iger Sicherheit Anm. Holm; ohne Zweifel Anm. Micha)


6.Day 29.5.06
Baltimore – The Jerkstore w/Deseaver, Chainsaw in the Face, Spoonful of Vicodin, xBrainiax, Splatterhouse, Catheter, Magr., S.D., Mind of Asian, Yac., U.G.
Der Jerkstore war ein verlottertes Haus mit ner Art Garage hinten dran, in der der Gig ausgetragen wurde. Ich kann immer noch nicht verstehen, warum die ganzen Asselpunks ihre Hunde mit auf Krachkonzerte schleppen müssen. Die armen Tiere können so einen Lärm gar nicht ab! Also mit Tierliebe hat das echt nichts zu tun, fuck them!!! Ich liebe echt Hunde (ich greif grad vollkommen verheult zu Taschentuch Nr. 23 Anm. Holm), aber das ist nicht lustig oder egal (genau! Die doofen, bösen Punker, die!!! Anm. Holm)!
Bei so vielen Bands gibt’s nur ne Kurzbeschreibung! Der Gig fing auch sehr früh, so gegen 15.00 Uhr an.
Deseaver - Unsere Schrecklichen Feedback Monster aus Baltimore…
Chainsaw in the Face - Klang ganz gut
Spoonful of Vicodin - Waren Super!!!
xBrainiax - Cooles Chaos, kurze harte Noise Explosionen
Splatterhouse - Leider Verpasst!
Catheter - Kannte ich auch von Bloodshed, einfach nur Geil, bin Fan!!!
Magr. - Alles weggebombt! Nach 5 min Gitarre in Arsch gepogt, mit unserer weitergespielt. Yasu kriegt Kopf ins Gesicht, Lippe geplatzt, aber nix ernstes. Micha fällt ein Becken Guillotine-mäßig auf den Fuß, blutet wie sau, geht aber (geht aber??? Ich konnte 4 Tage lang meine Zehen nicht bewegen du Flachzange… Anm. Micha).
S.D. - SAUNA!!! Micha kann trotz Fuß spielen, Riesenspaß, bin aber danach 20 Liter leichter (is mir gar nich aufgefallen. Anm. Holm)
Mind of Asian - Beinahe verpasst, klang aber sehr gut! Dass 4 Mädchen so’n Krach machen können… Respekt!!! (beste Band des Abends. Anm. Holm)
Yac. - Geil wie immer, auch technische Probleme mit dem Bass.
U.G. - Weniger Leute, alle fertig(über 40°c, 100%Schweiss/Luftfeuchtigkeit) Aber die Leute die drin waren machten riesig Party und Tak sprang rum als hätte man ihm einen Kanonenschlag im Arsch gezündet.
Micha war der Star des Abends (genau, wer sonst hehe Anm. Micha). Zwei ca 13- jährige Nachwuchsgroupies sind ihm den ganzen Tag nicht mehr von der Seite gewichen, haben süße (ich glaub, ich muss göbeln... Anm. Holm) Fotos mit ihm gemacht und wollten ständig Küsschen. Wir haben die beiden auf Deutsch ständig veralbert, mit Sprache verstehen war das ja bei den Beiden nix. Bei unserem Gig waren die Kleinen dann in der ersten Reihe direkt vor mir und haben Micha ständig angehimmelt (lauf bitte in die Faust rein Topsy Anm. Micha). Ich bin der einen im Eifer des Gefechts mehrmals auf den Fuß gelatscht (oooh) und ich glaube die waren von mir fetten Sau auch ziemlich angeekelt (nee, nee Plopsy, das redest du dir ganz bestimmt nur ein Anm. Holm), hahaha. Wir haben alle oben ohne gespielt, weil das mit der Temperatur anders hätte tödlich enden können! Während meine drei Mitmusiker körperlich ja ganz ansehnlich gebaut sind, schaut’s bei mir doch eher nach Mastschwein aus, harharhar. Irgendwann mussten die zwei Grazien jedenfalls ins Bettchen (ohne Micha natürlich) und wir hatten endlich wieder unsere Ruhe (ich vor allen Dingen! Anm. Micha).
In der Zwischenzeit hatten wir einen Pennplatz ausfindig gemacht! Zwei Blocks weiter war ein Motel, das mit 65$ gar nicht so teuer war. Nur sah es da auch aus wie in typischen Quentin Tarantino-Filmen! Ich hab da echt nachgeguckt , ob unterm Bett ne Leiche liegt! Spermaflecken und Blut auf den Laken, Spritzer an der Decke (Hirnmasse oder Yoghurt?). Die ganze Nacht blökt ne geisteskranke Prostituierte rum, nur die Kakerlaken haben gefehlt. Aber wir hatten ein Bett und ne Dusche, mehr wollten wir nicht. Am nächsten Morgen is die Bekloppte (die Nutte. Anm. Holm) immer noch auf Freierfang (ich hab sie fast nackt gesehen, ICH BIN BLIND) (ich hab das anders gesehen. ER HATTE EINEN MÄCHTIGEN STÄNDER!!!!! Anm. Holm), und rennt rum wie auf Crack. Wahrscheinlich war sie das auch! Nix wie weg!!! Im „Empfang“(hahahahaha) sitz ein alter Penner, der so nach Pisse gestunken hat, dass ich fast ohnmächtig geworden bin! Und schon wieder morgens so locker 25°c und strahlende Sonne!


7.Day 30.5.06
Philadelphia – First Unitarian Church w/ BSOM
Ja, es war eine echte Kirche. Chris informierte mich auf Anfrage über diese seltsame Location. Die First Unitarian Church is ein Art „Hippie Gemeinde“ die auf christlicher Basis für alle Glaubensrichtungen da ist (Hippies UND Christen??? Kanns noch schlinmer kommen????? Anm. Holm). Also, egal woran du glaubst, du bist erstmal willkommen. Ein paar Verrückte kamen dann auf die Idee, dass Gigs im Keller der Kirche ganz cool wären und so geht das wohl schon ne Weile. Und es scheint auch zu klappen! Überall hingen Hinweise, man soll doch bitte keine Tags und Aufkleber hinterlassen, da sonst der Spaß vorbei sei. Witzigerweise war beim Aufbauen noch ein Kindergarten anwesend (das war das Publikum, du Hirni!!! Anm. Holm), wobei die Kids natürlich ganz schön komisch geguckt haben, haha. Ich war der Meinung auch was von „Alkverbot“ gehört zu haben, aber es hatte sich keiner getraut uns darauf anzusprechen. Soweit kommt’s noch… Ich hab auf jeden fall nen Pappumschlag um meine Dose gemacht, um guten Willen zu beweisen (du braver Junge, du. Anm. Holm). Vielleicht hätte ich nicht unbedingt COKEaine draufmalen sollen, hahaha!!! Der Laden war aufgebaut wie ne Schulaula, also viiiiiel zu groß für uns und es waren zwar genug Kids für einen kleinen Laden da, aber in so ner Halle verläuft sich das zu schnell. In einem kleinen Hinterhofladen wäre das super gewesen aber so kam einfach keine richtige Stimmung auf. Wir sind dann ca 3h und gefühlte 1000 Meilen durch Philadelphia
gelatscht um ein Hotel zu finden. War auch erfolgreich! Da Philadelphia
ne Messestadt wie Hannover oder Leipzig ist, kosteten die Zimmer ab 180$ aufwärts… Zurück zum Konzert: BSOM waren 5 junge Kerle, die Midtempo-Krach mit Metaleinschlag gemacht haben. Hat mir live sehr gut gefallen! Die CD, die mir der Gitarrist in die Hand gedrückt hat war da schon schwächer. Aber die waren so Anfang 20, also wird das noch was! Der eine Gitarrist saß im Rollstuhl, keine Ahnung ob nur kurzzeitig oder ständig.
Magr. Waren wie immer saucool. Leider hab ich dann das halbe Konzert verpasst, weil ich mit Marc (Ex-Magr Gitarrist) im Internet ein Zimmer gesucht habe. Nachdem der arme Junge sich schließlich am Handy 1 Stunde(!!!) lang mit der Hotlinedame gestritten hat (also auch nich anders als bei uns, FUCK CALLCENTERS!!!) (genau Plopsy!! Hau mal ordentlich uffn Tisch hier!!! Anm. Holm), hat er es aufgegeben und uns zu sich eingeladen. Wie ich sagte: Das Wichtigste war ein Bett für Holm, der Rest ist Scheißegal (genau!!! Anm. Holm).
Unser Gig war dann auch nich anders, braver Applaus aber sonst nich viel los. Chris hatte den Tag Geburtstag, er wurde süße 20! Wir haben ihn dann auf die Bühne gezerrt und als Geburtstagsgeschenk nur für ihn auf Eigenwunsch „Karlsquell“ von Slime gespielt. Da kam dann doch noch etwas Stimmung auf. Das Dystopia-Cover wurde ebenfalls erwartungsgemäss abgefeiert. Yac. Hab ich dann wegen der Telefonaktion voll verpasst und die 1. Hälfte von U.G. auch. Ich konnte gerade noch ein paar Pic’s (er meint Fotos, keine Schweine Anm. Holm) von U.G. schießen, dann war der Spuk auch schon wieder vorbei.
Yacöpsae haben sich dann bei Marc zum Pennen mit einquartiert und so haben wir dann die ganze Nacht durchgesoffen. Die Amis stehen alle total auf Deutschtrash Marke Sodom und Destruction. Ja, wir hatten Spaß!!!! Ein paar haben draußen auf der Veranda gepennt, incl. Kakerlaken und morgens der Ansage von nem Nachbarn: „Na Jungs , dann seid mal froh, dass ihr noch lebt!“. Es is halt nich alles eitel Sonnenschein im Staate AmeriKKKa. Marc hat dann ein riesiges Frühstuck zubereitet (DANKE dafür!!!) und kurz danach kamen schon die Anderen um uns einzusammeln. Holms Rücken wurde immer schlimmer! Ich hatte langsam echt Angst um die letzten Gigs (du sollst Angst um mich haben, du herzloser Rüpel!!! Anm. Holm). Vor allem weil durch das Gesaufe meine Stimme an dem Tag echt tot war. Ich konnte den ganzen Tag nicht sprechen, was für viele wohl ne Erleichterung gewesen sein muss…(wohl gesprochen Anm. Holm).


8. Day 31.5.06
Boston – Regeneration Records w/ Scapegoat
Wir hatten ca 8-9h Fahrt, was echt anstrengend war. Nen Stop bei Relapse Rec. gab´s auch noch um umsonst ein paar Platten abzugreifen... Nette Geste von den Jungs.
Was mir aufgefallen ist: Erstaunlich, wie viel die Japaner pennen können! Im Auto jedenfalls sind alle 4 ständig am Sägen, ausnahmslos die ganze Zeit über. Respekt!
Seltsam kam mir auch die amerikanische Arbeitseinstellung vor. Wir waren in einem Schnellimbiss (die haben echt nix anderes da) und wollten was essen. 2 Pizza, ein Taco und irgendwas noch (wahrscheinlich deine zusätzlichen 28 Burger als Appetitanreger Anm. Holm). Nicht die Welt. Aber der Typ brauchte echt ne ¾ h um den Mist zu bauen, gähn…
Scapegoat erinnerten uns irgendwie an Crossed out und das war natürlich gut! Mag. Waren wie immer gut, machen die auch mal n schlechten Gig? S.D. Dafür war ich an dem Tag fertig und heiser wie die Sau, sodass nach dem Gig sprichwörtlich Funkstille war. Kein Ton mehr. Nüx! Na danke! Nie wieder Alkhol! Haha! Der Rest der Band hat aber einen soliden Gig abgeliefert, so dass meine Stimme der einzige Ausfall bleiben sollte. Die Bostoner HC Kids glänzten durch rumstehen und nur ein paar Hanseln bewegten sich ein bisschen, naja. Nur beim Dystopia Cover war dann wieder die ansonsten gewohnte Euphorie zu spüren, das kennt da wirklich jeder. Yac. Hab ich dann verpasst. U.G. ebenso verpasst.
Holms Rücken war nach wie vor im Arsch und so machten wir 2 Pflegefälle uns auf den Weg, um einen Pennplatz zu suchen. Diesmal waren wir schlauer und fragten gleich ein paar Eingeborene und die weisten uns tatsächlich den richtigen Weg. Nach ner halben Stunde latschen trafen wir -original wie bei den Simpsons- ne Bullentaxe beim Dunking Donuts. Wir rein und gleich mal die Cops vollgestottert, wo man denn hier ein Hotelzimmer bekommt. Die waren tatsächlich hilfsbereit, (obwohl die uns schon genau gemustert und schief angeguckt haben, haha) so kamen wir schnell bei einem Hotel namens „Days Inn“ an. Wir ran an die kleine Minitür und klingeln. 1 mal. 2 mal. 2500000 mal… Keine Reaktion. Da wollten wir schon die Scheibe einschmeißen, als wir auf die Idee kamen um das Haus mal rumzugehen, um zu gucken ob es da evtl. noch einen Eingang gäbe…(mal was ganz neues! Und das ausnahmsweise ohne Krawall und Gepolter hehe… Anm. Micha)
Und: Potzblitz, ein riesiger Eingang! War ja klar!!! 100 $ und der Nobelpennplatz war gesichert. Kurz Prändy und Micha über Handy informiert wo se lang müssen und gute Nacht!
Holm hat als Gute-Nacht-Lektüre noch die im Nachtschrank befindliche Bibel zur Hälfte auswendig gelernt. Amen. (dafür komme ich auch als einziger in den Himmel. HA! Anm. Holm)



9. Day 01.6.06
Providence, Redrum w/ I,Destroyer, Throwing Shrapnel
Avi hat sich am darauf folgenden Tag beim Einsammeln von uns Deppen nur um 1,5h verspätet, neuer Minusrekord auf dieser Tour! Gratulation! Auf dem Weg nach Providence haben wir dann noch beim Plattenladen von einem Dropdead-Mitglied angehalten. Der Laden hat durch ein paar kaufwütige Nasen wohl 1,6 Mrd. $ Umsatz gemacht, ich und ein paar andere waren nur gelangweilt. Um die Ecke war dann auch die Kochshow. ???
Ich wusste auch erst von nix. Yacöpsae sollten in irgendeiner seltsamen, aber scheinbar für sie ganz, ganz wichtigen Internetkochshow mit so ner Tussie „auftreten“. Als wir das Haus dann betraten, war es mal wieder nur der übliche, verweste Crust-Müllhaufen der sich dort aufhielt und Holm, Emu und ich sind gleich wieder rückwärts raus. Um die Zeit totzuschlagen haben wir uns ein paar Hektoliter Bier besorgt und den Auftrittsladen gesucht. Der war auch nich weit weg und so hatten wir noch Zeit in einem Ami-Steakrestaurant mal richtig „amerikanisch“ zu speisen. Die Klimaanlage war auf 101% eingestellt, also gefühlte
-2°C. Das Bier war da schon besser und das Futter ging so. Baked Beans in Biersauce sind ekelig, glaubt es mir!!! (dir beim „Essen“ zuzusehen ist weitaus ekeliger... Anm. Holm)
Der Laden in dem das Konzert stattfinden sollte so wie das Umfeld waren da schon besser. Ne stillgelegte Industrieruine, ganz nach meinem Geschmack! Allerdings wurde schon beim Rausgehen davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit drinnen zu bleiben. Entweder würde man (laut Warnung vom Dropdead-Schreihals) von den Bullen oder von den in der Nähe hausenden Paki-Gangs auseinander genommen.
Als der Rest zu uns stieß, hatten Micha und Frank schon ganz gut einen getankt (na aber selbstverständlich Anm. Micha), was zu lustigen Späßen einlud. Throwing Shrapnel waren mittelschnell mit Metalcoreeinschlag. Nich ganz so mein Ding! In meinem Koffer war seltsamerweise ne CD von denen, ich weiß gar nicht wie die da reinkam... Während der Umbaupause hätte Holm diese Tour fast mit dem Leben bezahlt! Wie ich schon erwähnte, war das Haus ne alte Ruine. Zur Belüftung war eine alte Tür offen, die ins nichts führte. Dahinter ging es 2 Stockwerke tief in einen Betonschrotthaufen. In dem Türrahmen war in Hüfthöhe ein Brett quer reingenagelt. Holm prüft das Brett auf seine Festigkeit und befindet es für gut (zu früh, wie sich in den nächsten Sekunden herausstellen sollte Anm. Holm). Er lehnt sich dagegen. Der Türrahmen bricht komplett aus der Fassung und der alte Mann (der „alte Mann“ ist immer noch jung und fit genug, um dir ordentlich den Hintern zu versohlen! Anm. Holm) kann sich gerade noch an meinem mit diversen Burgern gefülltem Wanst festhalten. Ich schalte gerade noch (was äußerst selten vorkommt!!! Anm. Holm) und reiße ihn wieder zurück in den Raum. Er rennt sofort panisch weg und ward nich mehr gesehen (wie meinen???? Ich bin zur Theke getaumelt, um den Schrecken mit ein paar Budweisern runterzuspülen Anm. Holm). Ich hab erstmal die Unfallstelle mit Klebeband abgesperrt (hast du vielleicht auch noch n Warndreieck aufgestellt???? Anm. Holm) und den Leuten vom Haus Bescheid gesagt. Danach bin ich zu Holm hin und frag ihn, wie es ihm geht. „Jaja, ganz gut.“ Ich glaube, dieser unfreiwillige Fast-Selbstmord von Holm ist uns erst einige Zeit später bewusst geworden; das war doch ganz schön knapp…. Dann gings mit den Bands weiter. I,Destroyer waren schon eher meine Kragenweite. Der Sänger von Dropdead gibt sich hier die Ehre und die beiden Bands haben außer der Grundgeschwindigkeit nichts gemeinsam. Interessant, ich fand die gut. Die Ansagen waren -wie bei Dropdead auch- natürlich nur vom Feinsten. Der Mann weis einfach wovon er spricht. Mag. haben uns ein würdiges Abschieds-Konzert gegeben. Avi war wieder am rumspringen wie der Gummiball aus der Hölle und tat viel daran der ganzen Tour noch mal fürs dabei sein zu danken. Ich hatte echt Pippi in den Augen (jetzt kommen Plopsy schon durch seine eigene Gerührtheit die Tränen. Tststs... Anm. Holm) S.D. Was für ein Hammergig!!! Ich müsste jetzt religiös werden, da ich meine Stimmwunderheilung nicht anders nachvollziehen kann. Es war zwar den ganzen Tag heiß und feucht -genau richtig für die Stimmbänder- aber das war mein (unser) bester Gig. Stimmung war super, Zusammenspiel war top, es hat einfach alles hingehauen!!! Die Kids waren vom ersten bis zum letzten Stück vollkommen entfesselt. Stimmungsmäßig waren wir den Abend echt die Sieger. Der Dropdead-Mann hat das ganze nur mit „fucking awesome, guys“ kommentiert.
Leider haben Yacöpsae nicht so viel Glück gehabt. Der ein oder andere Spielfehler hatte sich eingeschlichen und Emu machte seinem Frust lautstark Luft (und das hat das Ganze in eine äusserst gelungene Grind-Comedyshow ausarten lassen. SUPER!!! Anm. Holm). Ausserdem war das Publikum reichlich ausgelaugt, was nicht zuletzt an den hohen Backofentemperaturen in dem Laden liegen dürfte. U.G. hab ich dann nicht mehr gesehen, weil wir früh ins Bett mussten! Um 7:00 Uhr war dann Aufstehen angesagt. Wir sind gleich los zu ner WG, die der Dropdead-Sänger für uns aufgetan hatte. Auch leicht chaotische Wohnverhältnisse, aber Betten und ne Dusche, alles klar. Um 7 Uhr raus und Avi war sogar pünktlich!!!
Ab zum Flughafen. Joe der zweite Fahrer fährt wie ne besengte Sau. Immer rauf aufs Gas, runter vom Gas. (erwähnenswert wäre noch, wie der Wahnsinnige seinen verkrusteten Pinsel aus der Hose kramte, ihn in eine leere Flasche einführte, und den Versuch unternahm während der Fahrt zu pissen... Anm. Holm). Die Rückbank war auch lose, so dass sich bald allgemeine Seekrankheit einstellte. Gurte gabs auch nicht und wenn der Kollege bei 120 Meilen auf 10 cm auffährt wird auch dem Härtesten (und einem Plopsy erst recht... Anm. Holm) ganz anders. Aber wir sind heile und pünktlich zum Flughafen gekommen und die Heimreise war eigentlich ereignislos. In Hannover dann angekommen wurden Prändy, Micha und ich informiert, dass unser Gepäck wohl in Paris geblieben sei!!! Hurra, meine ganzen Platten, CDs und Shirts die ich eingekauft habe!!! ( jetzt, kurz vor Ende unserer kleinen USA-Geschichte, muss ich noch mal anmerken, dass unsere Lustig-Machereien über Plopsy und den Rest der Welt keinesfalls bösartig oder abfällig gemeint sind. Unsere Dialoge im Ü-Raum, in der Kneipe oder sonst wo laufen nämlich exakt genau so ab!!! Dies ist nur der zu Papier gebrachte bandinterne Humor!!! Anm. Holm)
Aber glücklicherweise wurden alle 3 Koffer unversehrt am selben Abend nachgeliefert. Die Heimat hat uns wieder.


Alles in Allem war unser USA-Trip eine supergeile Sache für uns. Wir hatten anfangs keine Vorstellung davon, wie viele Leute uns in den USA kennen und unsere Texte mitgrölen konnten. Wir haben uns trotz Daueraufeinanderhockens, teilweise miserablen Pennmöglichkeiten, Dauerhitze bei ca. 35 Grad und halsbrecherischen Autofahrten nicht die Schädel eingeschlagen, Unmengen amerikanischen Dosenbieres vertilgt und ne ganze Menge Spaß gehabt. Wir sind bei sehr gastfreundlichen Magrudergrindern plus diversen Kumpels bestens aufgenommen worden. Wir haben neben unseren alten Bekannten Yacöpsae mit vielen weiteren coolen Bands zusammen gespielt und in den verschiedenen Läden einen Haufen durchgeknallter, grindcorebegeisteter Kids kennen gelernt. Der Untergrund lebt! Und Punk ist eindeutig NICHT tot. Auch in den USA nicht!!!


 

 

 


www.stardust-magazin.de   Ausgabe Mai 2006, S.81   Foto © by Dörgel